Schach – den König beschützen

Weshalb Menschen argumentieren, wie sie argumentieren

Schauen wir uns die einzelnen Argumente von Teil 1 auf ihre Logik und Schlüssigkeit an:
1. Pflichtbewuss zussammenhalten

Ja, es ist absolut gut, wichtig und richtig, zusammenzuhalten, ganz besonders in Notsituationen und Krisen. WENN es solche Notsituation und Krisen gibt.

Woran erkennen wir, dass es diese gibt?

Indem wir uns informieren. UMFASSEND informieren. Und ALLE PRO und KONTRAS erwägen, prüfen. Unsere Aufgabe als Mensch ist es nicht, ANDERE für mich denken und entscheiden zu lassen. Diese Phase endet bei uns offiziell mit dem 18. Lebensjahr. Dann sind wir erwachsen. Und wir übernehmen Verantwortung für unser Denken und Handeln. Also sind wir dazu angehalten, unsere Informationen – neben jenen Informationen, die man uns (egal wo und wann und aus welchem Anlass) präsentiert – SELBST nach Antworten zu suchen.

Kommen Antworten immer aus der selben Quelle, so ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass die vollständig und korrekt sind.

Im möchte in diesem Zusammenhang nochmals das Beispiel des Kreises erwähnen:

Antworten immer aus den selben Quellen zu erhalten ist wie IN einem Kreis zu stehen und immer in die selbe Richtung zu schauen: Ich kann nur einen Kreis-AUSSCHNITT WAHR-nehmen. Er ist aber aus dem Zusammenhang gerissen und stellt nur einen Teil der ganzen Erkenntnis dar.

Drehe ich mich im Kreis weiter und nehmen andere Kreisausschnitte wahr (andere Quellen, Meinungen, Medien), so erhalte ich schon ein besseres Bild.

Die besten Erkenntis erhalte ich aber, wenn ich aus dem Kreis heraustrete, und von aussen den Kreis betrachte. Dann sehe ich alle Teile AUF EINMAL.

Setzen wir den Kreis jetzt mit uns selbst gleich, so bedeutet das, dass wir am besten und objektivsten sehen, wenn wir unser EGO und unsere bisherigen Meinungen einmal kurz ausser Acht lassen, uns neutral umschauen und informieren und eine Meinung aus den gewonnen Informationen und Erkenntnissen bilden, unabhängig davon, wie diese zuvor war. Denn wir können uns alle irren. Und Grösse zeigt, wer damit umgehen kann.

(Manche halten dies leider für Schwäche und behaupten, man müsse bei einer einmal gebildeten Meinung bleiben. Ein grosser und fataler Irrtum, denn er verhindert Wachstum und Reife).

RESUMÉE 1:

Pflichtbewusstsein also JA, wenn ich selbst nach verantwortungs-bewusster Überlegung und Prüfung zu dem Schluss komme, dass die Situation dies erfordert.

2. Zivilcourage im Sinne von „Zusammenhalten“

„Zivilcourage“ bedeutet weder „Zusammenhalten“, noch „Pflichtbewusstsein“, sondern den Mut zu haben, zu Erkenntnissen zu stehen und für diese einzutreten, wenn man diese als richtig und wichtig für die Gemeinschaft erkannt hat, obwohl ein Grossteil der Gemeinschaft eine andere Meinung hat.

Zivilcourage: Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z. B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. vertritt.

3. Nicht zuhören

Ergänzend zur obigen Information muss darauf hingewiesen werden, dass für es viele Menschen grossen körperlichen und mentalen Stress bedeutet, andere Meinungen zu hören. Es ist für sie gleichbedeutend, als würde man ihnen den Boden unter den Füssen wegziehen. Einen Boden aus Bildern und Meinungen über die Welt, wie sie funktioniert und wo man seinen eigenen Platz darin gefunden hat.

Wenn Menschen also – meist unwusst – den Eindruck haben, dass ihnen der Boden unter den Füssen weggezogen wird, so erzeugt dies auf der unbewussten Ebene meist Übelegensangst (wer möchte schon ins Bodenlose stürzen). Das Stammhirn schüttet Stresshormone aus für die Fight-or-Flight-Reaktion (Kämpfen oder Flüchten), und unser Blut und unsere Muskulatur machen sich für eines von beiden bereit. Dass bedeutet aber auch, dass wir nicht mehr in der Lage sind, in diesem Moment klar zu denken (wenn ich realisiere, dass mich ein Tier angreift, habe ich keine Zeit mehr zu überlegen, was ich tue, sonst ist es zu spät). Und das ist auch der Grund, weshalb wir unreflektiert Argumente von uns geben, die absolut nicht stichhaltig sind. Wir schleudern sie anderen quasi als Waffen entgegen in der Hoffnung, dieser möge nun die Flucht ergreifen.

Erst, wenn wir uns in solchen Situtationen bewegen (gehen, laufen, kämpfen …) werden unsere Stresshormone abgebaut, und wir können wieder logisch denken.

Selbst Autofahren simuliert dem Gehirn, dass wir uns bewegen, weshalb viele sich nach einem Streit z.B. ins Auto setzen (Fluchtreflex), und währende der Fahrt ihre Stresshormone abbauen, obwohl sie selbst sich gar nicht bewegen.

RESUMÉE 2:

In Stress-Situationen können wir in der Regel gar nicht zuhören, weshalb wir aufgrund von Stresshormon-Ausschüttungen und Bewegungsmangel während eines Streits (wenn wir Streit nicht als konstruktiven Prozess erleben) in der Regel eher hilflose als logische Argumente von uns geben.

4. Die Wissenschaft irrt sich nicht

„Die Wissenschaft“ irrt sich nicht, und dennoch liegen andere Wissenschafter mit einer anderen Meinung falsch? Und wer beurteilt nun, WELCHER Wissenschafter richtig liegt?

RESUMÉE 3:

Wie kann etwas gleichzeitig richtig und falsch sein? (Die Erkenntnisse von Wissenschaftern sind richtig, aber zur gleichen Zeit falsch, wenn wissenschaftlich richtige Informationen von den falschen Menschen verbreitet werden?)

5. Zensur sei kein Wunder, wenn falsche Informationen verbreitet würden

Ja, in einer Diktatur mag es durchaus angebracht sein, für andere zu denken, Meinungen zu prüfen und die „richtigen“ Meinungen zu veröffentlichen. Wer trifft die Wahl, WELCHE Meinungen richtig sind? Ist z.B. Österreich demzufolge eine Diktatur, in der die Bevölkerung vor potentiellen Denkfehlern und Irrtümern geschützt werden muss?

Und wer entscheidet, welche Meinungen richtig sind? Die Politiker? Dann wüssten sie mehr als die Wissenschafter. Die Wissenschafter? Sie stehen für die eigenen Erkenntnisse. Es sind die Menschen selbst, die abwägen müssen, woran sie glauben, NACHDEM sie VERSCHIEDENE Meinungen gehört haben. NIEMAND kann uns unsere Verantwortung für unser Denken und Tun abnehmen.

RESUMÉE 4:

Je mehr Puzzle-Teile eines Puzzles ich habe und dann auch richtig zusammensetzte, desto besser erkenne ich das komplette Bild.

Informationen zu haben ist nicht schlecht. Es mag schwierig sein, sie filtern. Aber das liegt in der Hand eines jeden selbst. Menschen müssen nicht vor sich selbst beschützt werden. Wer dies denkt, ist entweder überheblich, oder an Macht, Dominanz und/oder Kontrolle interessiert.

Information benötigt NIEMALS Zensur, es sei denn, ich will nicht, dass andere über die gleichen oder ähnlichen Information verfügen wie ich selbst, und wenn ich dadurch befürchten muss, etwas zu verlieren: Nämlich meinen Einfluss, meine Macht, meine Kontrolle.

6. Professor John P. A. Ioannidis sei sicher ein selbsternannter Wissenschafter

Ohne auch nur zu zögern kam dieser Satz. Eigentlich zeigt er nur, dass Argumente als Waffe verwendet wurden, um mich in die Flucht zu schlagen, denn wie kann ich das behaupten, wenn ich noch nicht einmal den Namen kenne und gar nichts über diese Person weiss? Eine reine Schutz-Behauptung.

RESUMÉE 5:

Über andere zu urteilen, von denen man noch nicht einmal gehört hat, zeugt nicht von fundierter und durchdachter Argumentation, ist aber angesichts der Situation verständlich.

7. Die Maske zum Schutz für andere tragen

Ja, wir haben gelernt, FÜR andere zu argumentieren und sehen uns selbst gerne als Opfer. Fakt ist jedoch, dass dieser Satz absolut ernst zu nehmen ist: „Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST„. Wenn ich nicht lebe, kann ich mich nicht um andere kümmern. Wenn ich nicht weiss, wie ICH MICH lieben kann, kann ich auch andere nicht lieben. Ich missbrauche sie bestenfalls als Vorwand, um mich nicht mit mir selbst auseinandersetzen zu müssen. Für viele noch ein noch immer sehr unpopulärer Denkansatz, obwohl er schon so alt ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich kann Masken nicht zum Schutz FÜR ander tragen. Damit würde ich – egal, wie gut gemeint – andere bevormunden. Vielleicht WILL der andere gar nicht geschützt werden? Wenn ich so argumentiere, müsste ich ihn zuerst fragen, ob er dies möchte, und DANN meine Maske aufsetzen.

RESUMÉE 6:

JEDER, der das Bedürfnis hat, sich zu schützen, SOLL sich schützen. Aber jeder tut dies auf SEINE Weise.

  • Wer das Bedürfnis hat, seine Gesundheit durch das Tragen einer Maske schützen zu können, der muss dies tun.
  • Wer seine Gesundheit aber schützen möchte, indem er die Maske NICHT trägt, muss dies auch tun, denn es gibt zu viele die Gesundheit beeinträchtigenden Faktoren, denen sich viele Menschen, die ihre Gesundheit schützen möchten, nicht aussetzen wollen.

Denn: WER zeigt sich für MICH verantwortlich, wenn ICH durch das Tragen der Maske gesundheitliche Schäden erlange? Die Regierung? Die Ärzte? Die Wissenschafter? WER gibt mir dann meine Gesundheit wieder zurück? WER kommt für die Schäden auf, die mir und meiner Familie dadurch entstehen können?

GENAU aus diesem Grund kann JEDER NUR FÜR SICH SELBST ENTSCHEIDEN, ob er eine Maske tragen möchte oder nicht, da letztendlich NUR ER SELBST dafür die VOLLE Verantwortung trägt.

Deshalb KANN NIEMAND die Maske für ANDERE tragen.

ZUSATZ
  • WENN Masken schützen, ist das gar kein Problem, wenn jene Masken tragen, die sich damit schützen möchten, und andere KEINE Maske tragen, die sich ebenfalls damit schützen möchten.
  • WENN Masken aber NICHT schützen, so haben sie bisher auch nicht geschützt.

8. Das Tragen der Masken könne nicht mit der Zeit zwischen 1933-1945 verglichen werden

Das Hauptthema des Forschungsprojekts „Zivilcourage, Herzensenergie und Eigenverantwortung – Notwendigkeit oder Gefahr für eine Gemeinschaft“ sind Zivilcourage und Eigenverantwortung, und nicht das Tragen einer Maske. Der erste Projektteil wird allerdings anhand des Maskenthemas erforscht, das sich ganz hervorragend dafür eignet.

Wo liegt nun der Zusammenhang zu 1933-45?

Wie wir zuvor schon darauf eingegangen sind, bedeutet Zivilcourage, für etwas einzutreten, das man als richtig und wichtig erkannt hat, und von dem man möchte, dass dies auch die Gemeinschaft erfährt, OBWOHL dies massive Restriktionen bedeuten kann.

Im Rahmen der Pandemie werden jedenfalls zunehmend mehr Stimmen laut, die – wenn man den Mut und Willen hat, hinzuhören – viele Fragen aufwerfen, die entweder unbeantwortet bleiben oder deren Antworten zensuriert werden, was ein bedenkliches Bild entstehen lässt. Daher gibt es Menschen, die viele Nachforschungen betreiben, um ihre eigenen Antworten zu finden. Wenn diese Menschen ihre Antworten gefunden haben, so bedeutet es für sie in der Regel viel Mut, dies auch nach aussen zu zeigen, denn mit den Reaktionen ist nicht immer einfach umzugehen.

Diese Menschen sind aber nicht einfach rücksichtslos , ignorant oder dumm, sondern ganz im Gegenteil meist sehr engagierte, motivierte und gut informierte Menschen. Und sie sind von ihren Erkenntnissen überzeugt und möchten andere darüber informieren. Sie sorgen sich um ihre Kinder, ihre Familie, ihre persönliche Freiheit, ihre Gesundheit und ihre Zukunft.

Dieses Forschungsprojekt untersucht nun, wie wir damit umgehen. Mit anderen Meinungen und Erkenntnissen, für die sie öffentlich entreten. Trotz angedrohter Strafen, trotz der scheelen Blicke vieler Menschen, trotz aggressivem Verhaltens und der Tendenz, Familienmitglieder und Freunde mit anderer Meinung zu meiden.

1933-45 wurden Menschen dafür eingesperrt und sogar getötet. Niemand konnte anderen mehr vertrauen. Nicht einmal innerhalb der eigenen Familie.

In der Schule wurde viel über diese Zeit gelehrt. Und später wurden Filme wie „Die Welle“ gezeigt, als es darum ging zu zeigen, ob das gleiche wie damals wieder möglich wäre. Alleine beim Gedanken daran waren viele entsetzt, wie man nur annehmen könne, dass das gleiche wieder passiert. Aber passiert nicht etwas ganz ähnliches GENAU JETZT? DAS ist es, was wir untersuchen wollen. Und der Anlass mit der Maske passt dafür geradezu hervorragend.

RESUMÉE 7:

Der Ausdruck freier Meinung darf niemals bedroht sein, egal, wie unpopulär oder umbequem sie ist, denn es gibt genau so viele Wahrheiten und Realitäten, wie es Menschen gibt. Und alle tragen die Verantwortung auf ihre Weise. Genormt werden Maschinen, Software, Computer, Prozesse. WIR sind MENSCHEN.

9. Auf jeden Fall impfen

Zum letzten Punk „Impfen“ werden ich demnächst eingehen.