Was ist eine Infektion, und wie entsteht sie?
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Was ist eine Infektion und wie entsteht sie?

Vom Virenkontakt zur Infektion ist es ein weiter Weg durch ein Labyrinth. Die Abwehr funktioniert, und es braucht einen geballten Angriff, damit einige schliesslich im Ziel landen können …

Infektionen und die PCR

04.01.2021

‚in-ficere‘ – „Hinein tun“; das (passive) Eindringen von Krankheiterregern (Pathogenen) in einen Organismus.

Entstehung von Infektionen

Infektionen entstehen, wenn Keime („Krankheitserreger”) wie Bakterien, Viren oder andere Mikroorganismen in den Körper eindringen und ihm Schaden zufügen. Ob es zu einer Vermehrung der Keime kommt und wie heftig die Infektion verläuft, hängt vom Verhältnis zwischen dem Keim („Gast”) und dem Menschen („Wirt”) ab. 

Meistens ist für eine Infektion eine bestimmte Menge an Erregern notwendig. Gelangen nur einzelne Erreger in den Körper, so führt dies nicht zu einer Infektion.

Gut angepasste Krankheitserreger sorgen selbst dafür, dass sie ihrem Wirt nicht allzu sehr schaden.“

Viraler Angriff – Ein Hürdenlauf

Eine Infektion könne man sich wie eine Art Hürdenlauf vorstellen“, sagt Hans Nitschko.

„Das Virus muss zunächst in genügender Menge in den Körper gelangen. Dann muss es den Weg in die Nase, den Rachen oder in die Lunge finden und sich dort an die richtigen Zellen anheften. Daran anschließend muss es ihm gelingen, in diese einzudringen und sich dort zu vermehren.“

Quelle: Hans Nitschko// 1955. 1976–1982 Biologiestudium an der Universität Stuttgart, 1987 Promotionan der Universität Stuttgart,1987–1990 Postdoc an der Washington University Medical School in St. Louis, USA, 1990–1993 Postdoc Abt. Retrovirologie, Prof. Dr. von der Helm, Max von Pettenkofer-Institut, LMU München. Seit 1994 Bereichsleitung Molekulare Diagnostik, Lehrstuhl Virologie, Prof. Dr. U. Koszinowski.

Infektion – Der einfache Weg?

Seit 1000-enden von Jahren ist unser Immunsystem auf die Balance unseres Systems trainiert. Die Auseinandersetzung unseres Körpers und damit unseres Immunsystem  mit Mikroorganismen aller Art gehört zum täglichen Geschehen, denen wir nicht wehrlos ausgesetzt sind.

Auch verursacht nicht jedes einzelne Virus, das an oder in den Körper gelangt, zwangsweise eine Infektion. Dazu muss in erster Linie eine wie auch immer geartete Bereitschaft des Körpers für eine Einnistung des Virus/ der Viren vorliegen, einhergehend mit einem geschwächten Immunsystem sowie einer entsprechenden Virenmenge, denn: Der Weg ist lang, und das menschliche System ist nicht unvorbereitet darauf.

Je mehr unser Körper in seinem Leben Gelegenheit hatte, sein Immunsystem zu trainieren, aufzubauen und zu stärken, desto besser ist er auf unvorhergesehene Begegnungen vorbereitet.

Die PCR - Die Polymerase-Kettenreaktion

Die Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR, ist die Basis für den PCR-Test. Dieser ist, entgegen landläufiger Meinung, nicht in der Lage, eine Infektion nachzuweisen.

Der PCR-Test weist keine Infektion nach.

Nach wie vor wird ein positives Testergebnis falsch verstanden, denn ein PCR-Test ist nicht in Lage, eine Infektion nachzuweisen: Der Abstrich wird zwar im Körper vorgenommen, aber von den Gewebsoberflächen im Körper, nicht von innerhalb der Zellen. Eine Infektion liegt jedoch nur vor, wenn Viren bis in die Zellen vordringen konnten. Von dort wird jedoch kein Abstrich genommen.

Wird hingegen die Schleimhaut beim Abstrich verletzt, dann gibt es 2 Optionen: Das Hämoglobin des Bluts kann als Hemmer für den Ablauf des PCR-Tests auftreten und ein falsches Ergebnis liefern, oder durch die Verletzung könnten nun Viren direkt in die Zellen eintreten.

Der PCR-Test weist Abschnitte der SARS-CoV-2-RNA (Erbguts des Virus) nach

Der PCR-Test weist also weder eine Infektion, noch das das Vorhandensein des Virus, sondern nur von Abschnitte der SARS-CoV-2-RNA (Erbguts des Virus) nach, die allerdings – sofern die sogenannten „Primer“ (charakteristische Sequenzen der Viren-RNA, die diesem EINDEUTIG zugeordnet werden können sollten) richtig ausgewählt worden sind und zahlreiche potentielle Fehlerquellen vermieden werden konnten – dann tatsächlich das Vorhandensein der Viren nachweist, allerdings noch immer keine Infektion.

Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion

Eine Wahrscheinlichkeit für eine Infektion liegt dann vor, wenn der ct-Wert1) des PCR-Tests unter 30 liegt, was besagt, dass eine relativ hohe Viruslast an den Zell-Oberflächen des Körpers vorliegt, sodass eine Infektion möglich bis wahrscheinlich ist – aber nicht feststeht. 

Eine ergänzende Untersuchung durch einen Arzt kann beim Vorliegen einer Erkrankung die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nochmals bestätigen (oder eben auch nicht), es sei denn, die vorliegenden Symptome sind eindeutig und das Ergebnis dadurch klar.

1) Ohne ct-Wert kann keine relevante Aussage über die Menge der vorliegenden Viruslast getroffen werden und dadurch auch keine Angabe über die Wahrscheinlichkeit einer potentiellen Infektion gemacht werden.

Zudem weisen ct-Werte über 35 bereits eine 97%-ige Fehlerquelle auf (falsch positiv).

Annähernd optimale Bedingungen für eine PCR

Wurde …

– der Test sorgfältig und ohne Verunreingungen/ Kontamination durchgeführt,
– die für das Virus – und nur für dieses Virus – charakteristischen Primer (mindestens 2, besser 3) eingesetzt,
– die richtigen Temperaturen verwendet
– und der ct-Wert lag zudem unter 25-30 – (je niedriger der Wert, der für den mengenmässigen Nachweis benötigt worden ist, desto relevanter die potentiell vorhandene Virenmenge),

>>> dann besteht die Möglichkeit einer Infektion, die dennoch tatsächlich nur vorhanden ist, wenn sie bereits oder innerhalb der nächsten paar Stunden/Tage auch tatsächlich die entsprechenden Symptome aufweist.

Gesundung in Arbeit

Eine Infektion wiederum bedeutet aber in erster Linie, dass sich Ihr Körper nun an die Arbeit gemacht hat, das Virus wieder zu entfernen. Er verwendet dafür bei Erkältungs- und Atemwegbeeinträchtigungen als äusseres sichtbares Zeichen in erster Linie Husten, Niessen, laufende Nase und Fieber – um das Virus bzw. Partikel davon wieder zu entfernen. Diese Symptome sind somit eigentlich nicht mehr die Erkrankung, sondern bereits die Symptome der Gesundung.

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