Vitamin D und COVID-19
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Vitamin D und die Immunantwort auf SARS-CoV-2-Viren

Vitamin D und die Immunantwort auf SARS-CoV-2-Viren Scheinbar spielt Vitamin D im Hinblick auf eine effektive Immunantwort auf SARS-CoV-2-Viren eine wesentliche Rolle. Unter Umständen eine entscheidende Rolle? Zumindest, wenn es nach den angeführten Studien geht. Stellt sich die Fragen, wie es zu Mängeln kommt, und wobei treten sie auftreten. Welche Rolle spielt Vitamin D? In…

Vitamin D und die Immunantwort auf SARS-CoV-2-Viren

Scheinbar spielt Vitamin D im Hinblick auf eine effektive Immunantwort auf SARS-CoV-2-Viren eine wesentliche Rolle. Unter Umständen eine entscheidende Rolle? Zumindest, wenn es nach den angeführten Studien geht.

Stellt sich die Fragen, wie es zu Mängeln kommt, und wobei treten sie auftreten.

Welche Rolle spielt Vitamin D?

In Studien wird ausdrücklich drauf hingewiesen, auf ausreichende Vitamin-D-Versorgung zu achten, v.a. auch im Winter. Da der Sonnenzustand auf der Nordhalbkugel – und v.a. in nordischen Ländern in den Wintermonaten scheinbar zu niedrig ist, um durch den entsprechenden Einfallswinkel eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten, wird auf eine entsprechende zusätzliche Unterstützung durch Einnahme wirksamer Vitamin-D-Präparate verwiesen.

Hinweis

Vitamin D kann im menschlichen Körper nur unter Einwirkung von Sonnenlicht gebildet werden. In der Haut befindliches Cholesterol wird dabei „unter Sonnenlichteinfall in das Provitamin D umgewandelt. Dieses »Lichthormon« gelangt über das Blut in die Leber, wo es als Vitamin D3 gespeichert wird. In einem weiteren Schritt kann es in der Niere und anderen Organen zu aktivem Vitamin D3 umgewandelt werden. Für die Vitamin-D-Bildung spielen also das Sonnenlicht, zum anderen Alter und Gesundheit von Leber und Niere eine entscheidende Rolle.“

(Quelle: https://www.gaed.de/informationen/merkblaetter/sonnenlicht-und-vitamin-d.html).

Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang mit schweren Krankheitsverläufe und hohen Sterblichkeitszahlen bei COVID-19

Daten von Patienten mit COVID-19 in Bezug auf Vitamin D-Spiegel und Krankheitsverlauf zeigen, dass

98.9% der Toten einen Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ml aufwiesen, es jedoch nur 4.1% Tote bei einem Vitamin-D-Spiegel von höher als 30 ng/ml gab.

Es zeigt sich dabei auch, dass Vitamin-D-Mangel bei älteren Menschen häufiger vorkommt als bei jüngeren und auch in Zusammenhang mit Vorerkrankungen wie stehen und sich häufig durch Symptome wie Muskelschmerzen, proximale Muskelschwäche, Rippen-, Hüft-, Becken-, Oberschenkel- und Fußschmerzen (typisch) und Frakturen ausdrückt.

Empfehlung: Mindestwert von 30 ng / ml (75 nmol / l)

Es wird daher empfohlen, auf einen Mindestwert von 30 ng / ml (75 nmol / l) zu erreichen. Werte um 75 nmol / l gelten hinsichtlich der Skelettaktivitäten als optimal. Bei den angeführten Vorerkrankungen kann auch ein höherer Bedarf an Vitamin D bestehen.

Signifikante Verringerung der Infektionen bei 20 μg und 50 μg

Zusätzlich zeigt eine durchgeführte Metaanalyse zu Vitamin D- und Atemwegsinfektionen, dass eine tägliche oder wöchentliche Vitamin D-Dosis zwischen 20 μg und 50 μg zu einer signifikanten Verringerung der Infektionen führte. Seltenere Gaben von Vitamin D reduzierten das Risiko nicht.

(Quelle: Vitamin D-Mangel und Komorbiditäten bei COVID-19-Patienten – Eine tödliche Beziehung? https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352364620300067?via%3Dihub)

Resumée

Als Resumée wird daher angeführt, dass in Bezug auf COVID-19 eine Empfehlung zur Primärprävention von Vitamin-D-Mangel sinnvoll erscheint.

Nicht empfohlen wird hingegen ein Vitamin-D-Therapie bzw. Prophylaxe bei Patienten mit Hyperkalzämie oder metastasierter Verkalkung.

Vitamin D-Mangel

(Quelle: Vitamin D-Mangel und Komorbiditäten bei COVID-19-Patienten – Eine tödliche Beziehung? https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352364620300067?via%3Dihub)
Die Studie verweist auf eine mögliche/ augenscheinliche (?) Verbindung zwischen älteren Menschen, Vitamin-D-Mangel und Sterblichkeit.

Fazit

„Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D hat eine Vielzahl von skelettalen und nicht-skelettalen Wirkungen. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass verschiedene nicht übertragbare Krankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, CVD, metabolisches Syndrom) mit niedrigen Vitamin-D-Plasmaspiegeln verbunden sind.

Diese Komorbiditäten erhöhen zusammen mit dem häufig damit einhergehenden Vitamin-D-Mangel das Risiko schwerer COVID-19-Ereignisse. Viel mehr Aufmerksamkeit sollte der Bedeutung des Vitamin D-Status für die Entwicklung und den Verlauf der Krankheit gewidmet werden.

Insbesondere bei den Methoden zur Bekämpfung der Pandemie (Lockdown) wird die natürliche Vitamin-D-Synthese der Haut reduziert, wenn Menschen nur wenige Möglichkeiten haben, der Sonne ausgesetzt zu werden. Die kurzen Halbwertszeiten des Vitamins erhöhen daher die Wahrscheinlichkeit eines zunehmenden Vitamin-D-Mangels. Spezifische Ernährungsberatung, Eine mäßige Nahrungsergänzung oder angereicherte Lebensmittel können diesen Mangel verhindern. Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes sollte der Status dringend überprüft und wenn möglich verbessert werden.“

(Quelle: Vitamin D-Mangel und Komorbiditäten bei COVID-19-Patienten – Eine tödliche Beziehung? https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352364620300067?via%3Dihub)

(Siehe auch «Assoziation des Vitamin D-Status und anderer klinischer Merkmale mit COVID-19-Testergebnissen“  https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2770157)

Quelle:

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