Univ.Prof.Dr.A.Sönnichsen

Bilanz: Die Wirksamkeit von Pandemiemassnahmen in Österreich. Pressekonferenz mit Univ. Prof. Dr. Andreas Sönnichsen

21.12.2021: FPÖ-Pressenkonferenz mit Univ. Prof. Dr. A. Sönnichsen - - - - -

Andreas Christian Sönnichsen ist deutscher Wissenschaftler und Allgemeinmediziner. Von Ende März 2019 bis zu seinem Rücktritt am 11. Januar 2021 war er Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin.

Vergleicht man nach rd. 2 Jahren die Ergebnisse der Massnahmen anderer Länder wie Qatar oder Schweden, so müssen wir uns fragen: WAS haben wir falsch gemacht? 

Prov. Dr. A. Sönnichsen ab ca. 25'51' (bzw. ab 33'40'') - 1h

Bilanz der COVID-Krise: Österreich ist Weltmeister in der Durchführung von PCR-Tests

118 Millionen PCR-Tests - 1% Positive

Österreich ist Weltmeister in der Durchführung von PCR-Tests: Seit Beginn der Krise wurde 118 Millionen PCR-Tests durchgeführt, von denen allerdings nur 1% positiv waren, aktuell 300-500’000 Tests täglich(!), nicht eingerechnet die Antigentests in den Schulen oder die Tests in den Arbeitsstätten, während ein Land wie Schweden mit etwas mehr Einwohnern als Österreich mit nur rd. 100’000 Tests pro WOCHE durchkommt. Hinzu kommt die hohe Falsch-Positivrate v.a. bei a-symptomatischer Personen.

Mindestens 10% der Tests falsch positiv

Auffällig am Ergebnis: Nur 1.2 Mio positive Tests in den letzten 22 Monaten. Wäre nun jeder Test ein Mensch, dann wären das ca. 14% der Bevölkerung. Nun sind jedoch mindestens 10% dieser Tests als falsch positiv zu bewerten, und zieht man weitere potentielle Fehlerquellen ab, so kommt man auf etwa 7% der Bevölkerung, die diese Krankheit durchgemacht haben.

Lockdown

Der Effekt von Lockdowns, Schulschliessungen, Ausgrenzungen von Bevölkerungsteilen uvm.

Neben den Tests wurden Lockdowns, Schulschliessungen, Ausgrenzungen von Bevölkerungsteilen usw. durchgeführt und es stellt sich die Frage nach dem Effekt dieser Massnahmen.

Prüft man das Argument, dass man viel mehr Tote gehabt hätte, wenn man diese Massnahmen nicht durchgeführt hätte, so prüft man am besten die nachfolgenden Zahlen und Ergebnisse.

Trotz aller Massnahmen liegt Österreich hinsichtlich der an COVID-Verstorbenen vor Schweden

Die aktuellen internationalen Zahlen vom 21.12.2021 zeigen, dass in Österreich 152 Menschen von 100’000 Einwohnern an COVID verstorben sind, wobei nicht differenziert wird zwischen MIT und AN-Corona Verstorbenen.

(Anmerkung: Also auch alle jene, die zum Zeitpunkt ihres durch andere Ursachen bedingten Todes ein positives Testergebnis hatten. «Mit und an» wird auch auf der Seite des Bundesministeriums so angeführt).

Damit liegt Österreich vor Schweden mit 147 von 100’000 Einwohnern, die als an COVID verstorbenen Toten gezählten werden, wobei Schweden weder Lockdowns noch Maskenpflicht noch Schulschliessungen durchgeführt hatte. Die höhere Durchseuchung der Bevölkerung hatte zur Folge, dass die Infektionsweitergabe begrenzt war (dazu später).

Siehe dazu auch Arbeiten von Prof. John Ioannidis (der bis vor der Krise als einer der renommiertesten Wissenschafter in der Medizin überhaupt gegolten hatte, ehe er in diesen Zeiten in Ungnade gefallen war) zu den Auswirkungen völlig unterschiedlicher strategischer Corona-Massnahmen in verschiedenen Bundesländern in den USA.

Welche Menschen sind durch COVID überhaupt gefährdet?

Bis zur Altersgruppe von 45 Jahren: Sterberate 0.0%

Das Dashboard der AGES zeigt, dass bis zur Altersgruppe von 45 Jahren die Case Fatality Rate (Sterberate) mit 0.0% angegeben wird. Die Sterberate ist also so niedrig, dass sie bis zur ersten Kommastelle gar nicht aufscheint. Die Fälle sind so niedrig, dass sie für politische Entscheidungen nicht herangezogen werden können.

 (Als Beispiel: Es werden bislang keine Schwimmbäder geschlossen, obwohl immer wieder einmal Kinder – Anmerkung: oder Erwachsene – ertrinken, es wird auch das Autofahren trotz zahlreicher Unfälle mit tödlichem Ausgang nicht verboten). 

Für alle Menschen unter 45 Jahren stellt COVID also keine aussergewöhnliche Gefahr da, weshalb zumindest diese Gruppe von Massnahmen ausgenommen werden müssten.

Altersgruppe Über 45 bis etwa 65 Jahren: Ungefähr im Bereich der Influenza

Über 45 bis etwa 65 Jahren liegt die Case Fatality Rate ungefähr im Bereich der Influenza. Auch hier stellt sich daher die Frage, ob überhaupt Massnahmen zu ergreifen sind.

Altersgruppe über 65 Jahren: Betroffen sind wenn, dann v.a. jene mit Überernährung, Bewegungsmangel und Raucher

Über 65 Jahren sind ebenfalls nicht alle gefährdet oder von einem schweren Verlauf bedroht, sondern v.a. jene mit Begleiterkrankungen. Zwischen 98 und 99% aller Patienten, die an COVID verstorben sind, haben mindestens eine, oft zwei oder drei Begleiterkrankungen. Dazu gehören in erster Linie massives Übergewicht, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, alle zu einem beträchtlichen Teil durch einen entsprechenden Lebensstil bedingt, also v.a. durch Überernährung, Bewegungsmangel und Rauchen.

Immenser Schaden wurde durch Isolierung angerichtet: Alte Menschen, die in einsamer Quarantäne ohne ihre Angehörigen verstorben sind.

Spitalsbettenüberlastung

Spitalsüberlastungen und Überlastungen der Intensivstationen?

Auslastungen von zwischen und 10 und 60%

Als Begründung für die Massnahmen wurden immer wieder Spitalsüberlastungen und Überlastungen der Intensivstationen genannt. Wenn man sich die Zahlen auf dem AGES Dashboard ansieht, zeigt sich, dass diese Überlastungen auf die dargestellte Weise nie stattgefunden haben. Die maximale Auslastung der Spitalsbetten in der ersten Welle lag bei etwa 10% COVID-Patienten, der Intensivbetten von etwa 25%, in der zweiten Welle bei etwa 50-60%, in der dritten Welle auf etwa 30-40% zurückgegangen, in der vierten Welle in etwa gleich.

Gleichzeitige Gewinnsteigerung von 10%

Eine Krise einer Unterversorgung oder des Nicht-mehr-versorgen-könnens ist daher als eine Krise des Managements oder einer verfehlten Gesundheitspolitik zu betrachten. In Österreich gibt es keine transparenten Zahlen dazu, in Deutschland liegen diese vor in Form von einem Krankenhausbericht, der den Spitälern nachgewiesen hat, dass 2020 die Belegung insgesamt um 13% weniger war, die Intensivbelegung um 4% weniger als 2019, der Gewinn der Spitäler allerdings um 10% angestiegen war durch geschicktes Bettenmanagement und Zahlungen für COIVD-Patienten reservierte Betten.

Die Impfung als Game-Changer?

Corona-Viren, die ständigen Mutationen unterworfen sind, ist mit einer Impfung nicht beizukommen.

Vor einem Jahr war versprochen worden, die Impfung wäre der Game-Changer, obwohl damals bereits klar war, dass mit einer Impfung die Pandemie nicht überwunden werden kann. Eine Pandemie mit Corona-Viren, die ständigen Mutationen unterworfen sind, ist mit einer Impfung nicht beizukommen.

Bedingte Zulassung: Effektivität und Sicherheit nicht ausreichend

Die Impfstoffe wurden in einem Schnellverfahren bedingt zugelassen, da die Datenbasis sowohl hinsichtlich der Effektivität als auch hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffe nicht ausreichend war, um eine Vollzulassung zu erteilen. Die Zulassungsstudien, die hinsichtlich der bedingten Zulassung vorgelegt worden waren hatten eine Beobachtungszeit von 12-14 Wochen. Es fehlen damit Langzeitdaten sowohl zur Sicherheit als auch zur Effektivität.

Die Impfung hat versagt: Gleiche Ergebnisse trotz unterschiedlichster Massnahmen

Inzwischen wissen wir, dass die Impfung versagt hat, denn trotz Impfung kam es zur vierten Welle, von der in Österreich behauptet wird, es wäre die Welle der Ungeimpften. In diese Welle sind jedoch alle hineingeschlittert, auch Länder mit einer Durchimpfungsrate von an die 90% wie Gibraltar, Irland, Malta – auch Israel, das oft als Vorbild genannt worden war, also völlig unabhängig von der Impfung.

Kein Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankungsrate

Eine Studie wurde publiziert, in der die Impfquote mit der Erkrankungsrate korreliert worden war, in der sich keinerlei Zusammenhang gezeigt hatte.

Booster-Impfung in Israel

Eine Studie zur Booster-Impfung aus Israel, die eine Booster-Effekt gezeigt haben will mit einer minimalen Beobachtungszeit von 4 Wochen ist als irrelevant zu bezeichnen, wenn man sich die Zeiträume einer Pandemie von Monaten oder Jahren ansieht, um die es geht.

Impfnebenwirkungen

Nebenwirkungen stellen bisher Dagewesene in den Schatten

Betrachtet man das quasi anstehende «Impf-Abo», so sollte auf die Nebenwirkungen eingegangen werden, die bisher alles Dagewesene in den Schatten stellen.

Hätten diese Impfungen tatsächlich einen Nutzen, so könne man die potentiellen Nebenwirkungen unter Umständen in Kauf nehmen. Ein möglicher Nutzen ist allerdings – wenn überhaupt – allenfalls für Menschen mit einem erhöhten Risiko gegeben, einen schweren Verlauf zu erleiden oder an dieser Erkrankung zu sterben. 

Grossteil der Bevölkerung ist überhaupt nicht gefährdet

Ein Grossteil der Bevölkerung ist allerdings überhaupt nicht gefährdet, und diesen Teil der Bevölkerung impfen zu wollen muss als nicht zu überbietende Absurdität betrachtet werden, zumal diese Impfung auch keine sterile Immunität induziert: D.h., Geimpfte können diese Erkrankung genau so weitergeben wie Ungeimpfte. Hinzu kommt, dass das Argument, die Menschen müssten geimpft werden, um diejenigen zu schützen, die nicht geimpft werden können oder besonders gefährdet sind, daher auch nicht hält.

Myokarditis/ Herzmuskelentzündung

Eine aktuell erschienene Studie in Nature Medicine zu Myokarditis (Herzmuskelentzündung) nach der Impfung zeigt, dass diese auch nach der COVID-Impfung auftritt – hier jetzt nur bezogen auf die Moderna-Impfung:

Nach der ersten Moderna-Impfung traten 6 Fälle je 100’000 Geimpfter auf, nach der zweiten Impfung insgesamt 16, nach einer durchgemachten COVID-Erkrankung waren es 40. Dies weckt den Anschein, die Impfung mache Sinn.

3.5% Corona-Erkrankte pro Jahr, aber 70% Geimpfte?

Schaut man sich nun an, wie viel Prozent der Bevölkerung diese Impfung durchgemacht hat, so handelt es sich um 7% (siehe oben) in 2 Jahren, auf das Jahr bezogen also 3.5%.

40 : 320 Myokarditis-Fälle?

Im Gegenzug dazu wurden rd. 70% der Bevölkerung in einem Jahr geimpft (Anmerkung: Seit 12/2020), also 20x so viele Menschen geimpft (3.5% x 20 = 70%), als pro Jahr diese Erkrankung durchgemacht haben. Die 16 Myokarditis-Impffälle sind daher mal 20 zu multiplizieren, um den Schaden in der Bevölkerung zu beziffern (Anmerkung: Da ohne die Impfung nur 3.5% der Bevölkerung betroffen gewesen wären), ergibt 320 Fälle (20 x 16 Fälle). Diese stehe dann in Relation zu den 40 Fällen pro 100’000 Erkrankten. Der Schaden durch die Impfung ist also um ein Vielfaches höher aufgrund der hohen Zahl der Impfungen, die durchgeführt werden, im Vergleich zu der niedrigen Anzahl an COVID-Erkrankungen in der Bevölkerung.

Univ.Prof.Dr.A.Sönnichsen 1

Absurdistan: Die Impfung der Genesenen

4 von 350'000 Fällen mit ernstem Verlauf, 0.3% Neuerkrankungen, KEIN Todesfall

Als Absurdestes schlechthin bezeichnet er die Impfung der Genesenen. Dazu ist vor kurzem eine Studie aus Qatar erschienen. Die erste Welle wurde dort mehr oder weniger als «gottgegeben» hingenommen und relativ wenig dagegen gemacht. Verzeichnet wurden rd. 350’000 Fälle bei rd. 2 Mio. Einwohnern, also eine Durchseuchung durchgemacht. Diese 350’000 Menschen, die dort COVID in der ersten Welle hatten, wurden 1 Jahr lang nachuntersucht/ nachbeobachtet. Von diesen 350’000 Menschen haben 0.3% eine erneute COVID-Erkrankung durchgemacht. Von diesen 0.3% hatten genau 4 Personen einen ernsten Verlauf. Keiner starb, keiner musste auf eine Intensivstation.

Genesung: Der beste Schutz

Genesen sein ist der beste Schutz gegen diese Erkrankung, und wenn die Bevölkerung im Alter unter 45 Jahren durchseucht mit dieser Erkrankung ist, so, wie es die Schweden gemacht haben

Als Gebot: Die Verhältnismässigkeit der Massnahmen

In Schweden wurde akzeptiert, dass die Bevölkerung, die nicht gefährdet ist, die Erkrankung durchlief – im Wesentlichen als banale Erkältung. Es gibt Long-Covid-Fälle, es gibt auch Einzelfälle, die gesund in jungen Jahren einen schweren Verlauf haben, aber es muss die Verhältnismässigkeit der Massnahmen gegeben sein: An Einzelfällen können keine Massnahmen festgemacht werden, die ein ganzes Land quasi «in Geiselhaft» nehmen und die wirtschaftlich an die Wand fahren.

Der Vorteil der Genesenen

Auf ALLE Antigene des Erregers Abwehrstoffe gebildet - die Impfung richtet sich nur gegen das Spike-Protein

Der Genesene hat den grossen Vorteil gegenüber dem Geimpften, dass sein Immunsystem auf ALLE Antigene des Erregers (also nicht nur auf das Spike-Protein), sondern auch alle anderen Virusoberflächenstrukturen reagiert hat und Abwehrstoffe gebildet hat. Die Impfung richtet sich nur gegen das Spike-Protein.

«Die Annahme, dass ein Genesener jetzt auch noch geimpft werden soll, ist an Absurdität nicht zu überbieten.»

KEIN Nutzen für genesen durch Impfung

Es gibt auch keine einzige Studie, dass Genesene irgendeinen Nutzen von der Impfung haben. Es gibt auch keine einzige Studie, die gezeigt hat, dass durch die Impfung von Genesenen die Infektionsrate Nicht-Geimpfter oder anderer Personen irgendwie beeinflusst wird. Wenn man sich die Zahlen aus Qatar vor Augen führt, dann kann es so eine Studie auch gar nicht geben, da man die Fallzahl gar nicht zustande bringen würde:

Wenn von 360’000 Infizierten innerhalb eines Jahres genau 4 Personen einen ernsten COVID-Verlauf haben, dann müssten sie eine Studie mit Millionen von Teilnehmern durchführen, die randomisiert entweder geimpft oder nicht geimpft werden, was nicht durchführbar ist.

RESUMÉE

„Die Absurdität der Forderung, die Genesenen impfen zu wollen macht deutlich, dass es in dieser Krise schon lange nicht mehr um die Gesundheit der Menschen geht.“

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